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16.9. - 7.10.2005 Java, IndonesienAuf der boot 2005 treffen wir Uwe und Ellen, die Besitzer des Alam Anda Hotels auf Bali, auf ihrem Stand wieder. Wir erzählen von unserem Plan Bali mit einer Besichtigungstour auf Java oder Sulawesi zu verbinden. Uwe bietet sich an uns bei der Planung einer Javatour zu unterstützen und verspricht uns auch, dass beim nächsten Besuch ein Tauchgang in der Secret Bay klappt. Phantastisch ! Genau das wollten wir hören. Evelin bucht uns dann also einen Bungalow im Alam Anda und den Flug mit Malaysia Airlines und Uwe vermittelt uns den Flug von Bali nach Java und Fahrer zwischen den Stationen, sowie Hotels. Es gehen einige Mails zwischen Deutschland und Bali hin und her um alles genau abzusprechen und ich buche dann noch Hotels über Expedia.de hinzu, weil das günstiger ist, als von Indonesien aus. An dieser Stelle ganz lieben Dank an Uwe, das ist ein echt toller Service für Stammgäste ! Flug mit Malaysia Airlines via Kuala Lumpur Die 2 Stunden Zwischenaufenthalt verbringen wir nach dem ruhigen Flug in dem nicht ganz ausgebuchten Flieger (4 Plätze für uns !) auf dem Flughafen in vornehmlich horizontaler Lage. Nach Bali geht es dann in einem kleineren Flugzeug weiter. Ankunft Denpasar Bei der Einreise waren wir von der "neuen" Visagebühr von 25 $ überrascht. Wer mit € bezahlt, bekommt Rupien wieder. Ich tausche am Flughafen reichlich Bargeld gegen Rupien für die Java-Reise um, hier ist der Kurs auch nicht schlechter als bei irgendeinem Money-Changer. Nach der Abholung durch Ayu legen wir uns erstmal im Nymphéné aufs Ohr und fahren dann noch mal nach Tanah Lot zum Sonnenuntergang. Danach Abendessen mit reichlich King Prawns im Nero Bali gegenüber dem Aromas Cafe. Am nächsten Tag geht es nach dem Frühstück zum Domestic Terminal und mit Garuda Indonesia nach Yogjakarta. Yogjakarta (Yogja) Das Hotel
Melia Purosani (bei Expedia gebucht) holt uns am Flughafen ab. Check-In ist
im 6 Stock für die Executive-Rooms separat. Am nächsten Morgen sitzen wir dann beim Frühstück, als sich unser Fahrer Mr Dul vorstellt. Borobodur Zum Borobodur Tempel dauert die Fahrt 1 Stunde, für 10 US$ Eintritt sehen wir dann die größte buddhistischen Tempelanlage der Welt aus dem 8.Jahrhundert. Wir sind dort neben einigen Einheimischen und einem Bus Japaner die einzigen Touristen. Der Tempel ist eine riesige Stufenpyramide, deren Ebenen die buddhistische Kosmologie mit Kamadhatu, Rupadhatu und Arupadhatu widerspiegeln. Zurück nach Yogja geht es durch die stetige Masse von dicht an dicht fahrenden Moppeds, Autos, Lastern, Bussen und Fahrrädern. Überholt wird links und rechts, Abstand 1-2 cm, es wird meistens links gefahren. Die Überbevölkerung Javas meint man auf den Strassen spüren zu können. Den Nachmittag verbringen wir dann am Pool im Hotel, nachdem wir kurz auf der Jalan Maliboro nach neuen Saraongs Ausschau gehalten haben. Zum Abendessen bringt uns Mr. Dul zu einer Ramayana Vorstellung mit Abendessen. Dieng - Plateau Mr Dul ist heute etwas unausgeschlafen, er war nach dem
Ramayana noch bis 3 Uhr früh bei einem javanischen Puppenspiel. Am nächsten Tag geht es erstmal zum Kraton, dem alten Palast der Stadt. Danach sehen wir noch das Wasserschloss, eigentlich ein Badehaus. Dann geht es weiter nach Surakarta (Solo) Dort fahren wir auch erstmal zum Kraton, der aber wegen der Vorbereitungen für eine Hochzeit 4 Wochen geschlossen ist und besuchen dann noch den Prinzen Kraton. Den Nachmittag verbringen wir am Pool des Novotels inmitten der heißen und noch volleren Stadt Solo (gebucht bei Expedia, aber Vorsicht die Suche nach indonesischen Städten setzt die "richtige" Schreibweise voraus, Solo und Yogja geht nicht). Abendessen gibt's im Hotel, da wir auch hier wieder keine Restaurants gesehen haben. Auch hier ist das Zimmer im Executive Floor groß und schön eingerichtet, es gibt Tea-Time und Internetzugang. Prambanan Am nächsten Tag geht es zum großen Hindutemple Prambanan. Der Eintritt kostet wiederum 10 US$. Auch dieses Weltkulturerbe stammt aus dem 8. Jahrhundert. Die einzelnen Schreine sind begehbar. Wir werden von 2 Mädchen in Schuluniformen angesprochen, sie wollen englische Konversation üben und wir bekommen dafür eine kostenlose Führung. Die Mädchen studieren Englisch und machen gerade ihre "Hausaufgaben", sie verlangen kein Geld, sondern nur einen Eintrag in ihr Schulheft. Weiter geht es durch schöne Berglandschaften, bis es irgendwann kurz hinter einer Mautstelle im Cockpit knallt und raucht und der Wagen steht. Nix geht mehr - Elektrik kaputt. Ich sehe uns schon hier übernachten, doch Mr. Dul ist ganz zuversichtlich und schickt uns per Moped den Berg hoch zu einem Wasserfall, während er Hilfe organisiert. Das Moped nimmt Yvonne mit und verreckt oben angekommen. Ich gehe zu Fuß. Ein paar Schuljungs zeigen uns den Weg. Jerman ? Da kennen sie Fußball und Bremen. Wir sind schweißgebadet, als wir am Wasserfall ankommen. "Das müssen wir alles wieder zurück ?" denke ich. Da steht Mr. Dul vor uns, das Auto läuft wieder und er ist den anderen Weg gekommen, um uns abzuholen. Die Fahrt bis Mount Bromo dauert insgesamt 10 Stunden über die völlig verstopften Landstrassen. Wir wohnen im etwas abgewohnten Hotel Grand Bromo. Wir kommen bei Dunkelheit an und gehen nur schnell im Restaurant ein Steak essen, bevor wir um 3:30 geweckt werden. Mr Duls Freund fährt uns mit dem Jeep zum Sonnenaufgang am Bromo. 1.5 Stunden geht es in Serpentinen den Berg hoch, von dem aus man mit einhundert anderen Touristen auf die Tengger Kaldera mit Batok, Bromo und Semeru blicken kann. Den Ritt zum Bromo Kraterrand sparen wir uns, als ein Tourist vor uns vom Pferd fällt und nehmen im Hotel noch ein Frühstück ein. Mr Dul hatte die weitere Organisation etwas missverstanden und will und weiterfahren, der weitere Transport ist aber vom Hotel organisiert. Er fährt also mit seinen 2 Mio Rupien Lohn wieder nach Hause und wir heizen in 4.5 Stunden zur Ostküste. Banjuwangi Im hübschen Hotel Mirah sind wir neben einem Hochzeitspaar
die einzigen Gäste und allein am Pool. Im Restaurant gibt es indonesisches
Abendessen und Frühstück. Leider sind wir dank des Muezzins schon um 3:15 wach.
Insgesamt war eine sehr lohnende, spannende und schöne Reise, Java ist doch in einigen Punkten anders als Bali: - morgens ruft der Muezzin weiter geht's auf Bali...
Buch zur Reise: Günther Spitzing - Die Schattenwelt Indonesiens |